Prometheus erschafft schwachen Menschen
Lange bevor Menschen auf der Erde lebten, kämpften die jungen Götter unter Zeus gegen die alten Mächte der Welt. Zu diesen alten Mächten gehörten die Titanen. Manche von ihnen erkannten Zeus als neuen Herrscher an, andere blieben seine Feinde.
Zeus hatte einen Sohn, den er mehr liebte als alle anderen: Zagreus. Doch die Titanen lockten ihn fort, fielen über ihn her und zerrissen ihn.
Als Zeus erfuhr, was geschehen war, schleuderte er voller Zorn seine Blitze auf die Mörder seines Sohnes. Das Feuer war so gewaltig, dass von ihnen nur ein großer Haufen Asche zurückblieb. Doch in dieser Asche befanden sich nicht nur die Überreste der Titanen. Die Titanen hatten Zagreus verschlungen, und deshalb war auch etwas von Zeus’ geliebtem Sohn in der Asche enthalten.
So hatten sich darin zwei sehr verschiedene Wesen miteinander vermischt: das Wilde, Gewalttätige und Zerstörerische der Titanen und ein kleiner göttlicher Anteil des Zagreus. Von dem Titanischen war allerdings viel vorhanden, von dem Göttlichen nur wenig.
Das erste Menschengeschlecht
Prometheus gehörte selbst zum alten Geschlecht der Titanen. Doch er hatte nicht gemeinsam mit den anderen gegen Zeus gekämpft. Sein Name bedeutet „der Vorausdenkende“, und Prometheus hatte früh erkannt, dass die Titanen den Krieg nicht gewinnen konnten. Deshalb hatte er sich aus ihrem Kampf herausgehalten.
Nun betrachtete er die Asche, die nach Zeus’ Rache zurückgeblieben war. Er nahm sie an sich und formte daraus die ersten Menschen.
Manchmal erzählt man sich auch, Prometheus habe die Menschen aus Ton und Wasser geschaffen. In dieser Geschichte aber entstanden sie aus jener vermischten Asche, in der viel Titanisches und nur wenig Göttliches enthalten war.
Deshalb trug bereits das erste Menschengeschlecht beides in sich. Die Menschen konnten grausam, neidisch und gierig sein. Sie stritten, betrogen einander und griffen nach Dingen, die ihnen nicht gehörten. Doch irgendwo in ihnen befand sich auch ein kleiner göttlicher Funke. Sie konnten nachdenken, lernen, füreinander sorgen und etwas erschaffen, das es vorher noch nicht gegeben hatte.
Prometheus wusste, dass der gute Anteil in seinen Geschöpfen schwach war. Darum gab er ihnen eine besondere Fähigkeit: Sie konnten aus ihren Fehlern lernen.
Körperlich waren sie beinahe allen Tieren unterlegen. Sie konnten laufen, aber nicht so schnell wie ein Hirsch. Sie konnten schwimmen, aber nicht so gut wie ein Fisch. Sie besaßen weder das dichte Fell des Bären noch die Zähne des Wolfes oder die Krallen des Löwen. Fliegen konnten sie überhaupt nicht. Sie waren leicht zu verletzen und mussten sich vor Kälte, Hunger und wilden Tieren schützen.
Doch gerade weil ihnen so viel fehlte, waren sie gezwungen nachzudenken. Sie konnten Werkzeuge bauen, gemeinsam jagen, Vorräte anlegen und einander Wissen weitergeben. Jeder einzelne Mensch war schwach. Gemeinsam aber konnten die Menschen Dinge vollbringen, die kein Tier vermochte.
Prometheus hatte keine vollkommenen Wesen geschaffen. Er hatte lernfähige Versager geschaffen.
Das war ihre größte Schwäche – und zugleich ihre größte Stärke.
Prometheus stellt seine Geschöpfe vor
Prometheus wusste, dass Zeus die neuen Wesen früher oder später entdecken würde. Deshalb beschloss er, sie ihm selbst vorzustellen.
Er stieg auf den Olymp und berichtete Zeus von seinen Geschöpfen.
„Sie sind klein“, erklärte Prometheus. „Und im Vergleich mit deinen Werken kaum der Rede wert. Aber sie möchten die Götter verehren. Sie wollen zu dir beten und dir Opfer bringen.“
Das gefiel Zeus. Verehrung und Opfer nahm er gern entgegen.
Also wurde ein Rind geschlachtet. Prometheus teilte es in zwei Haufen. In den einen legte er das gute Fleisch, verbarg es aber unter dem unansehnlichen Magen des Tieres. Auf den anderen legte er Knochen, Knorpel und Sehnen, bedeckte sie jedoch mit glänzendem weißem Fett.
Dann durfte Zeus wählen.
Zeus sah den unansehnlichen Magen und daneben das schöne Fett. Er entschied sich für den Haufen, der wertvoller aussah. Als er das Fett zur Seite schob, fand er darunter nur Knochen.
Prometheus hatte ihn getäuscht.
Von nun an verbrannten die Menschen bei ihren Opfern Fett und Knochen für die Götter, während sie das Fleisch selbst aßen. Zeus musste sich an die Wahl halten, die er getroffen hatte. Aber er vergaß die Demütigung nicht.
Er begann, die Geschöpfe des Prometheus zu hassen.
Pandora
Zeus wusste, dass es schwierig sein würde, Prometheus selbst zu überlisten. Der Vorausdenkende erkannte Gefahren meistens, bevor sie eintraten. Doch Prometheus hatte einen Bruder: Epimetheus, den Nachherdenkenden.
Epimetheus war nicht einfach dumm. Aber er betrachtete die Dinge erst dann gründlich, wenn sie bereits geschehen waren. Prometheus blickte voraus; Epimetheus schaute zurück. Darum erkannte er die Folgen seiner Entscheidungen meistens zu spät.
Bis dahin bestand das erste Menschengeschlecht nur aus Männern. Zeus beschloss, ihnen ein Wesen zu schicken, das sie faszinieren und zugleich in Gefahr bringen sollte.
Er befahl Hephaistos, eine Frau zu erschaffen.
Hephaistos formte sie nach dem Vorbild Aphrodites, der Göttin der Schönheit. Die anderen Götter statteten das neue Wesen mit ihren Gaben aus. Athena gab ihm Geschicklichkeit. Aphrodite verlieh ihm Anmut und eine unwiderstehliche Ausstrahlung. Hermes gab ihm Klugheit, aber auch die Fähigkeit, mit Worten etwas zu verbergen. Jeder Gott fügte etwas hinzu.
Darum erhielt die Frau den Namen Pandora: die mit allen Gaben Beschenkte.
Doch diese Gaben waren nicht einfach Geschenke. Zeus hatte Pandora nicht erschaffen lassen, um den Menschen eine Freude zu bereiten. Ihre Schönheit sollte sie anziehend machen, ihre Fähigkeiten sollten sie interessant erscheinen lassen, und ihre Neugier sollte dafür sorgen, dass Zeus’ Plan schließlich aufging.
Hermes führte Pandora zu Epimetheus. Sie trug ein verschlossenes Gefäß bei sich, in dem die Götter die Plagen der Menschen verborgen hatten.
Prometheus hatte seinen Bruder eindringlich gewarnt:
„Nimm niemals ein Geschenk von Zeus an. Und wenn er dir etwas noch so Schönes schickt, lehne es ab.“
Doch als Epimetheus Pandora sah, vergaß er die Warnung. Oder er redete sich ein, dass Prometheus sich dieses eine Mal geirrt haben könnte. Pandora erschien ihm nicht wie eine Gefahr. Sie erschien ihm wie das schönste Wesen, das er jemals gesehen hatte.
Also nahm er sie bei sich auf.
Pandora wusste nicht, was sich in dem verschlossenen Gefäß befand. Die Götter hatten ihr die Neugier gegeben, aber nicht das Wissen, mit dem sie diese Neugier hätte beherrschen können. Immer wieder betrachtete sie das Gefäß. Warum hatte man es ihr mitgegeben, wenn sie es niemals öffnen durfte? Warum durfte sie nicht erfahren, was sie ständig mit sich herumtragen sollte?
Eines Tages hielt sie die Ungewissheit nicht mehr aus und hob den Deckel an.
Sofort entwichen dem Gefäß Krankheiten, Schmerzen, Neid, Streit, Angst und Verzweiflung. Pandora erschrak und verschloss es wieder, so schnell sie konnte. Doch da hatten sich die Plagen bereits über die Welt verteilt.
Nur die Hoffnung blieb im Gefäß zurück.
Manche sagen, die Hoffnung sei den Menschen als Trost erhalten geblieben. Andere meinen, auch sie könne eine Plage sein, weil sie Menschen selbst dann noch warten lässt, wenn keine Rettung mehr möglich ist.
Die Verantwortung für das Geschehene lag nicht allein bei Pandora. Zeus hatte sie mit genau den Eigenschaften erschaffen lassen, die sein Plan benötigte. Epimetheus hatte trotz der Warnung seines Bruders das Geschenk angenommen. Und die Götter selbst hatten die Plagen in das Gefäß gelegt.
Pandora war nicht die Erfinderin des Unheils. Sie war ein Teil der Falle, die Zeus den Menschen gestellt hatte.
Doch auch dieser Plan vernichtete das erste Menschengeschlecht nicht. Die Menschen litten, aber sie lebten weiter. Sie machten Fehler, doch einige lernten daraus. Sie wurden krank, aber sie pflegten einander. Sie stritten, fanden sich wieder zusammen und bauten nach jeder Zerstörung ihre Häuser neu auf.
Prometheus’ lernfähige Versager erwiesen sich als erstaunlich widerstandsfähig.
Der Raub des Feuers
Zeus sah, dass die Menschen trotz aller Plagen nicht verschwanden. Nun nahm er ihnen das Feuer.
Ohne Feuer konnten sie sich in kalten Nächten nicht wärmen. Sie konnten ihr Essen nicht kochen, keine Metalle bearbeiten und keine Tongefäße brennen. Ihre Entwicklung kam zum Stillstand. Alles, was sie bisher gelernt hatten, drohte verloren zu gehen.
Prometheus erkannte, dass es hier um mehr ging als um Wärme. Das Feuer war die Grundlage der menschlichen Kultur. Mit seiner Hilfe konnten die schwachen Geschöpfe ihre körperlichen Mängel ausgleichen.
Darum schlich Prometheus in die Werkstatt des Hephaistos. Dort nahm er einen glühenden Funken aus der Esse und verbarg ihn in einem trockenen Pflanzenstängel. Unbemerkt trug er die Glut vom Olymp hinunter auf die Erde.
Bald brannten wieder Feuer in den Lagern der Menschen. In der Dunkelheit leuchteten ihre Siedlungen wie kleine Sterne. Sie kochten, schmiedeten, brannten Ton und hielten die wilden Tiere fern.
Als Zeus vom Olymp hinabsah, erkannte er sofort, was geschehen war.
Dieses Mal bestrafte er nicht nur die Menschen. Er ließ Prometheus ergreifen und an einen Felsen im Kaukasus schmieden. Jeden Tag kam ein Adler und fraß von seiner Leber. In jeder Nacht wuchs sie nach, sodass die Qual am folgenden Tag von Neuem beginnen konnte.
Prometheus sollte leiden, ohne sterben zu können.
Vor allem aber sollte er von seinen Geschöpfen getrennt sein. Zeus hoffte, dass das erste Menschengeschlecht ohne seinen Beschützer untergehen würde.
Doch die Menschen behielten das Feuer. Und sie behielten die Fähigkeit zu lernen.
Zeus lebt unter den Menschen
Viele Jahre vergingen. Zeus beobachtete die Menschen aus der Ferne. Schließlich beschloss er, selbst herauszufinden, was aus den Geschöpfen des Prometheus geworden war. Er nahm die Gestalt eines gewöhnlichen Wanderers an und lebte eine Zeit lang unerkannt unter ihnen.
Was er sah, gefiel ihm nicht.
Die Menschen belogen einander. Die Starken beraubten die Schwachen. Herrscher führten Kriege, um ihren Besitz zu vergrößern. Menschen ermordeten einander aus Gier, Rache oder verletztem Stolz. Wer ein Versprechen gegeben hatte, brach es, sobald ihm daraus ein Vorteil entstand. Manche nutzten sogar ihre Klugheit, die Prometheus ihnen gegeben hatte, um andere noch geschickter zu täuschen. Für ihn bestätigte sich, was er von Anfang an über das erste Menschengeschlecht gedacht hatte: In den Geschöpfen aus der Titanenasche steckte zu viel vom Wesen der alten Feinde.
Nur zwei Menschen erschienen ihm vergleichsweise anständig: Deukalion und Pyrrha. Doch Deukalion und Pyrrha waren bereits alt. Zeus hielt sie für zu alt, um noch ein neues Menschengeschlecht zu begründen. Zwei alte Menschen konnten, so glaubte er, nichts daran ändern, dass das erste Menschengeschlecht bald vollständig verschwunden sein würde, wenn es nach seinem Plan ginge.
Zeus kehrte auf den Olymp zurück und beschloss, die Menschen durch eine gewaltige Flut zu vernichten.
Die große Flut
Obwohl Prometheus noch immer an den Felsen des Kaukasus geschmiedet war, konnte er in die Zukunft blicken. Er erkannte, was Zeus vorhatte, und ließ Deukalion und Pyrrha warnen.
„Baut ein Schiff“, lautete seine Anweisung. „Nehmt Vorräte mit und wartet nicht.“
Deukalion und Pyrrha gehorchten. Sie kannten Prometheus und wussten, dass er nicht ohne Grund zu ihnen gesprochen hatte. Sie bauten ein kleines, festes Schiff und brachten Wasser und Nahrung an Bord.
Dann verdunkelte sich der Himmel.
Der Regen begann und hörte nicht wieder auf. Flüsse traten über ihre Ufer, Felder verschwanden, und aus den Tälern wurden Seen. Schließlich bedeckte das Wasser fast das ganze Land. Häuser, Straßen und Tempel versanken.
Das erste Menschengeschlecht, das Prometheus aus der vermischten Asche geschaffen hatte, ging in der Flut unter.
Nur das Schiff von Deukalion und Pyrrha wurde von den Wassern emporgehoben. Viele Tage trieben die beiden über eine Welt, in der keine Wege und keine Grenzen mehr zu erkennen waren. Unter ihnen lag alles verborgen, was die Menschen geschaffen hatten.
Als der Regen endlich aufhörte, sank das Wasser langsam. Das Schiff blieb an einem Berghang liegen.
Deukalion und Pyrrha gingen an Land. Überall lag Schlamm. Kein Rauch stieg aus einem Haus auf, keine Stimmen waren zu hören. Sie riefen nach anderen Menschen, doch niemand antwortete.
Nun begriffen sie, dass sie allein waren.
Die Gebeine der Mutter
Deukalion und Pyrrha machten sich auf den Weg zu Prometheus. Sie wollten wissen, warum er sie gerettet hatte und was sie nun tun sollten.
Als sie ihn erreichten, klagten sie:
„Das erste Menschengeschlecht ist untergegangen. Wir sind alt und allein. Wenn wir sterben, wird es keine Menschen mehr geben.“
Prometheus antwortete ihnen mit einem rätselhaften Satz:
„Sucht die Gebeine eurer Mutter und werft sie hinter euch.“
Zuerst erschraken Deukalion und Pyrrha. Sollten sie wirklich die Gräber ihrer Mütter öffnen und deren Knochen fortwerfen? Das wäre ein schwerer Frevel gewesen.
Deukalion weigerte sich.
„Lieber soll das Menschengeschlecht mit uns enden, als dass wir die Toten entehren.“
Doch Pyrrha dachte über die Worte nach. Sie war die Tochter des Epimetheus, des Nachherdenkenden. Von ihm hatte sie die Geduld geerbt, eine Sache von allen Seiten zu betrachten.
„Prometheus hat nicht gesagt: die Gebeine deiner Mutter oder meiner Mutter“, bemerkte sie. „Er sprach von unserer Mutter. Wir haben aber nicht dieselbe menschliche Mutter.“
Deukalion sah sie fragend an.
„Vielleicht meint er eine Mutter, die wir mit allen Lebewesen teilen“, fuhr Pyrrha fort. „Gaia, die Erde.“
Nun verstanden sie das Rätsel.
Wenn Gaia die gemeinsame Mutter war, dann mussten ihre Gebeine die Steine sein. Steine lagen wie Knochen im Körper der Erde.
Deukalion und Pyrrha sammelten Steine vom Boden. Dann gingen sie über das feuchte Land und warfen sie hinter ihre Schultern.
Aus den Steinen, die Pyrrha warf, entstanden Frauen. Aus den Steinen Deukalions entstanden Männer. Zuerst nahmen die Felsen nur undeutliche Formen an. Dann wurden sie weicher. Aus ihren Adern entstanden die Adern der Menschen, aus ihrem festen Inneren die Knochen und aus ihrer Oberfläche Haut.
So entstand nach der Flut das neue Menschengeschlecht.
Es war nicht mehr das erste Menschengeschlecht des Prometheus, das aus der Asche der Titanen und den Überresten des Zagreus geformt worden war. Diese neuen Menschen stammten aus den Steinen Gaias. Deshalb wurden sie auch das steinerne Menschengeschlecht genannt.
Sie waren hart und widerstandsfähig. Sie konnten Leid ertragen, wieder aufstehen und selbst auf verwüstetem Land von Neuem beginnen. Doch auch sie waren nicht vollkommen. Aus Steinen geboren zu sein bedeutete nicht, ohne Gefühle oder ohne Fehler zu sein. Auch das neue Menschengeschlecht musste lernen, was gerecht und was ungerecht war. Auch diese Menschen konnten lieben und hassen, aufbauen und zerstören.
Zeus sah, wie Männer und Frauen aus den Steinen der Erde hervorgingen.
Er griff nicht ein.
Vielleicht erschienen ihm diese neuen Menschen weniger wie ein eigenmächtiges Werk des Prometheus. Vielleicht nahm er sie leichter hin, weil sie unmittelbar aus Gaia, der uralten Mutter Erde, entstanden waren. Vielleicht hatte er auch erkannt, dass sich die Menschen nicht so leicht aus der Welt entfernen ließen.
Das steinerne Menschengeschlecht aber breitete sich über die Erde aus. Es errichtete neue Häuser, legte neue Felder an und entzündete wieder das Feuer, das Prometheus einst vom Olymp gestohlen hatte.
Die neuen Menschen wussten nichts mehr von der Welt vor der Flut. Doch etwas vom Erbe des Prometheus blieb bei ihnen: die Fähigkeit, aus Schwäche Stärke zu gewinnen, nach einem Fehler weiterzulernen und nach jeder Katastrophe neu anzufangen.
So begann die Geschichte der Menschen ein zweites Mal.